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Der Alte Jüdische Friedhof, auch "Beth Chaim" genannt, ist eines der eindrucksvollsten Denkmäler jüdischer Geschichte in Prag. Er ist der größte und besterhaltenste jüdische Friedhof in ganz Europa. Die etwa 12.000 Grabsteine stehen dicht gedrängt und teilweise mit Moos überdeckt unter schattigen Bäumen. Fast zehnmal so viele Menschen wie es Grabsteine gibt, wurden hier zwischen dem 15. Jahrhundert und dem ausgehenden 18. Jahrhundert begraben. Die jüdische Tradition verbietet es, Gräber aufzulösen, doch der Platz war begrenzt, so dass an manchen Stellen bis zu 12 Grabstellen übereinander liegen.
Der älteste Grabstein auf dem Alten Jüdischen Friedhof ist der des Rabbiners Avigdor Ben Isaak Kara von 1439, der das Osterpogrom von 1389 miterlebte und beschrieb. Der jüngste Grabstein stammt aus dem Jahr 1787. Auf manchen Grabsteinen befindet sich ein Zeichen zur Herkunft des Verstorbenen. Zwei segnende Hände bedeuten z.B. das Geschlecht des Aaron, eine Kanne den Stamm Levi, eine Taube den Stamm Israel.
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Zu den berühmtesten Ruhestätten auf dem Jüdischen Friedhof gehören die Gräber von Mordechai Maisel aus dem Jahre 1601, vom Astronomen und Mathematiker David Gans (1613), vom Oberrabbiner David Oppenheim und von Rabbi Löw und seiner Frau Perl. Der berühmte Rabbi Jehuda Liva ben Bezalel, genannt Rabbi Löw, wurde 1609 auf dem Friedhof beerdigt. Sein Grab wird von einem Sarkophag mit eingemeißeltem Löwen beschützt. Die Legende sagt, der Rabbi habe Ende des 16. Jahrhunderts den hünenhaften Golem aus Lehm erschaffen. Die "seelenlose Materie" (hebräisch "Golem") sollte nach dem Willen Gottes dem Rabbi helfen und die Juden beschützen. Der Rabbi belebt das Wesen, indem er ihm eine Pergamentrolle mit dem unaussprechlichen Namen Gottes in den Mund legte. Der Golem half von nun an dem Rabbi bei der Arbeit. Doch an einem Sabbat vergaß Rabbi Löw, dem Golem das Röllchen zu entfernen, um ihn ruhen zu lassen. Hin- und hergerissen zwischen seiner Bestimmung zu arbeiten und dem göttlichen Gebot den Sabbat einzuhalten, begann der Golem zu rasen und zerstörte alles in seiner Umgebung. Der Rabbi warf sich auf den Hünen und entriss ihm die Rolle, dann schaffte er den nun wieder leblosen Golem fort. Wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, so ist der Golem auf irgendeinem Dachboden wieder zu Staub und Erde zerfallen.
Auf den Grabmälern des Alten Jüdischen Friedhofes sieht man aufgehäufte Steinchen, diese werden von Verwandten oder Freunden als Zeichen der Achtung und Verehrung niedergelegt. Der Brauch stammt aus früheren Zeiten, als nomadisierenden Juden ihre Toten beerdigten und mit Steinen gegen die wilden Tiere schützten, ehe sie weiter zogen. An den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten werden heute noch Wünsche zurückgelassen, die auf mit Steinen beschwerten Zettelchen aufgeschrieben sind.
Von den einzelnen Sehenswürdigkeitsbewertungen über die Sehenswürdigkeit folgt die Gesamtbewertung
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Široká, Prag
U-Bahn: Staromestská
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